Datum: 7. August 2026 um 23:02 Uhr
Alarmierungsart: DME & Sirene
Einsatzart: F03 – Mittelbrand b (mit Personengefahr)
Einheiten und Fahrzeuge:
- GBM Hambergen: GBM 12-01
- Ortsfeuerwehr Hambergen: ELW 1, HLF 20 HA, LF 10/6 HA, MTW HA
- Ortsfeuerwehr Holste-Hellingst: LF 10/6 HE, MTW HE
- Ortsfeuerwehr Holste-Oldendorf: StLF 10/6 OL
- Ortsfeuerwehr Lübberstedt: TSF-W LÜ
- Ortsfeuerwehr Vollersode: LF 10/6 VO, MTW VO, TLF 16/24 Tr. VO
- Ortsfeuerwehr Vollersode-Bornreihe: MLF BO, MTW BO
- stv. GBM Hambergen: stv. GBM 12-02
Einsatzbericht:
Während die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Lübberstedt und Hambergen noch mit dem vorherigen Einsatz in Lübberstedt beschäftigt waren, ging bei der IRLS bereits die nächste Einsatzmeldung aus dem Bereich der Samtgemeinde Hambergen ein.
In einem Wohnhaus in der Straße „Im Fehr“ in Bornreihe war ein Kellerbrand gemeldet worden. Aufgrund des Einsatzstichwortes wurden zunächst die Ortsfeuerwehren Bornreihe, Vollersode und Hambergen alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich der Brand bereits erheblich ausgebreitet. Das Feuer war durchgezündet und hatte bereits auf weite Teile des Wohnhauses übergegriffen. Aufgrund der Lage wurden durch die Einsatzleitung umgehend zusätzlich die Ortsfeuerwehren Hellingst und Oldendorf alarmiert.
Die Bewohner des Hauses waren zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Gebäude und wurden durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt. Auch die Einsatzkräfte, die kurz zuvor noch in Lübberstedt im Einsatz gewesen waren, rückten nach Beendigung ihres vorherigen Einsatzes unmittelbar nach Bornreihe aus und unterstützten die laufende Brandbekämpfung.
Zur effektiven Bekämpfung des Feuers wurde die Einsatzstelle in zwei Brandabschnitte aufgeteilt. Parallel dazu wurde die Einsatzstellen-Hygienekomponente aufgebaut. Diese ermöglichte es, die eingesetzten Atemschutzgeräteträger nach ihrem Einsatz zu reinigen und so die Belastung durch Brandrauch und Schadstoffe zu reduzieren.
Eine besondere Herausforderung stellte die Brandbekämpfung im Dachbereich dar. Um die dort vorhandenen Glutnester ausfindig machen und die im Gebäude angestaute Hitze ableiten zu können, musste die Dachhaut großflächig geöffnet werden. Die Arbeiten im Gebäude und Dachbereich konnten dabei nur unter umluftunabhängigem Atemschutz durchgeführt werden.
Zwischenzeitlich wurden bis zu fünf C-Rohre zur Brandbekämpfung eingesetzt. Das benötigte Löschwasser konnte über zwei nahegelegene Unterflurhydranten entnommen werden.
Nach mehreren Stunden intensiver und kräftezehrender Arbeit wurde auch die Brandausbruchsstelle im Keller erreicht. Dort konnten weitere Glutnester abgelöscht werden. Mit zunehmendem Löscherfolg gingen die Brand- und Rauchentwicklung deutlich zurück, sodass die Einsatzkräfte nach und nach mit dem Rückbau der eingesetzten Ausrüstung beginnen konnten.
Ein Übergreifen des feuers auf die benachbarten Wohnhäuser und die direkt am Wohnhaus gelegene Doppelgarage konnte zwar verhindert werden. Das Wohnhaus wurde allerdings ein Opfer der Flammen, die Bewohner verloren ihr gesamtes Hab und Gut.
Für die Versorgung der Einsatzkräfte wurde die neue Verpflegungskomponente der Samtgemeinde an die Einsatzstelle gebracht. Die Helferinnen und Helfer konnten dadurch während des lang andauernden Einsatzes mit Getränken und Snacks versorgt werden.
Um sicherzustellen, dass sich nach dem umfangreichen Einsatz keine weiteren Glutnester entwickelten, verblieb über den Rest der Nacht eine Brandsicherheitswache an der Einsatzstelle. Diese kontrollierte das Gebäude regelmäßig und hätte im Falle einer erneuten Brandentwicklung unmittelbar eingreifen können.



